Windsicher, windfest oder windbeständig: So finden Sie den passenden Sonnenschirm

Sonnenschirm im Windkanaltest

Sie kennen das bestimmt: es weht ein angenehmer Sommerwind und der Sonnenschirm wird umgeblasen oder verdreht sich. Das muss nicht sein.

Robuste Mittelständersonnenschirme sind im geöffneten Zustand bis über 100km/h Windgeschwindigkeit stabil. Bei Ampelschirmen ist bei maximal 60km/h Windgeschwindigkeit Schluss mit Stabilität. Bei den Ampelschirmen sticht insbesondere der windstabile Glatz Fortano hervor. Dieser Ampelschirm ist in der Größe 3×3 Meter bis 60 km/h windstabil.  Durch rechteckige Größen wie beispielsweise 4×6 Meter oder 4×8 Meter, erhalten Sie bei Mittelmastsonnenschirmen auf jeder Seite vom Mast eine ausreichend große Schattenfläche. Gabionen können genutzt werden, um als Schirmständerbeschwerer und Sitzgelegenheit zu dienen. So kann man den Platz den ein Schirmständer beansprucht schick genutzt werden. Um eine möglichst hohe Windstabilität bei Ihrem Sonnenschirm zu erreichen empfehlen wir allerdings die Verwendung einer Bodenhülse. Die oben genannten Windangaben gelten nur, wenn der Sonnenschirm mit einer Bodenhülse befestigt ist.

Windsichere Sonnenschirme zeichnen sich zum einen durch eine qualitativ hochwertige Bauweise mit verstärkten oder doppelten Streben und zum anderen durch wenig Kunststoff aus. Der Aluminiumanteil ist bei diesen Sonnenschirmen deutlich höher. Zudem ist eine Maststärke von mindestens 35mm Durchmesser und eine Wandstärke von 2-4mm zu empfehlen (je nach Größe des Sonnenschirms). Darunter werden Sie keine windstabilen Sonnenschirme finden. Je größer der Sonnenschirm ist, desto größer sollte der Durchmesser und die Wandstärke des Mastes sein. Bei Schirmen über 5 Meter sollte man zu einem Mastdurchmesser von mindestens 100mm und eine Mastwandstärke von 4,5 greifen. Bei diesen Sonnenschirmmodellen sind die Stütz- und Dachstreben auch entsprechend stabil dimensioniert. Gerade im Gastonomiebereich zahlt sich das aus. So haben wir immer nach Frühlingsstürmen Anfragen von Gastronomen, deren bisherige Schirme auch im zusammengeklappten Zustand umgebrochen sind.

Lieber zwei kleine oder einen großen Sonnenschirm?

In windexponierten Lagen am Meer, in küstennähe auf Bergen oder Dachterassen lautet die Grundformel: Lieber zwei kleinere, windstabile Sonnenschirme als einen großen windstabilen Sonnenschirm. Nehmen wir ein Beispiel: Der Gastronomie Sonnenschirm May Albatros in der Größe 4×8 Meter ist bis ca. 50km/ Windgeschwindigkeit in geöffnetem Zustand sicher stabil. In der Größe 4×4 Meter hält der gleiche Schirm Windgeschwindigkeiten bis an die 100km/h und mehr stand. Auch andere, kostengünstigere Modelle sind in der Größe 4×4 Meter annähernd so windstabil.

Eines der windstabilsten Modelle ist beispielsweise der Sonnenschirm Glatz Fortello oder das Modell Caravita Supremo

So wird der Sonnenschirm windfest:

Auch wenn kein heftiger Sturm bläst, sind Böen insbesondere für leichte, wenig robuste Sonnenschirme gefährlich. Denn Böen können eine nicht zu unterschätzende Windgeschwindigkeit bzw. Windstärke erreichen.

Um den Sonnenschirm windfest zu machen, gibt es grundsätzlich folgende Dinge zu beachten:

  • lieber zwei kleine Sonnenschirme als einen großen Sonnenschirm
  • keine Ampelsonnenschirme auf Dachterassen oder anderen windexponierten Lagen
  • besser auf einen Mittelmastsonnenschirm setzten anstelle auf einen Ampelsonnenschirm
  • die Ausführung und Qualität des Sonnenschirms
  • die Maststärke von mindestens 30mm
  • robuste, verstärkte oder doppelte Streben wie bei den Modellen Caravita Supremo, Glatz F-Reihe (Fortino, Fortero, Fortello)
  • die Verankerung des Sonnenschirms wenn möglich mit Bodenhülse
  • die Verwendung von zusätzlichen Schirmdachstabilisatoren
  • gegen das Verdrehen des Sonnenschirms bei Wind kann eine Verdrehsicherung / Diebstahlsicherung genutzt werden.
Gastro Sonnenschirm in Colmar

Windsicher durch die richtige Ausführung des Sonnenschirms:

Es gibt unterschiedliche Ausführungen bei Sonnenschirmen. Grundsätzlich unterscheidet man beispielsweise Ampelschirme von Mittelstockschirmen.

Mittelstocksonnenschirme sind weniger windanfällig als Ampelschirme. Bei Ampelschirmen befindet sich die Stange, an der der Sonnenschirm befestigt ist, an der Seite. Dadurch hat man direkt unter dem eigentlichen Sonnenschirm kein Gestänge, welches  Platz im beschatteten Bereich benötigt. Nachteilig ist die höhere Anfälligkeit für Wind. Der Wind gelangt durch die zum pendeln neigende Aufhängung leichter unter den Sonnenschirm. Wenn Ihnen eine hohe Windfestigkeit des Sonnenschirms wichtig ist, nehmen Sie am besten einen Mittelstockschirm. Bei diesen Modellen gelangt der Wind nicht so einfach unter den Sonnenschirm, wodurch diese windstabiler sind.

Die Qualität eines windstabilen Sonnenschirms:

Metall ist grundsätzlich stabiler als Kunststoff. Daher macht es bei windsicheren Sonnenschirmen Sinn beispielsweise auf massive Aluminiumkränze anstelle von Kunstoffkränzen oder Holz zu setzen. Auch verstärkte Doppelstreben erhöhen die Widerstandfähigkeit gegenüber Wind und führen zu einem windsicheren Sonnenschirm. Der windstabile Sonnenschirm Caravita Supremo ist beispielsweise duch einen doppelten Strebenkranz besonders windstabil.

Rechts im Bild sehen Sie einen Sonnenschirm mit Windhaube und verstärkten Kränzen und Streben. Durch diese robustere Ausführung erhöht sich auch die Lebensdauer Ihres Sonnenschirms. Falls das Gestänge länger halten sollte als das Tuch oder das Tuch ausbleicht, kann dieses jederzeit nachbestellt und ersetzt werden.

Verankerung des Sonnenschirms und Fundamentgröße:

Hier stellt sich die Frage: soll der Sonnenschirm mittels Bodenhülsen oder mit Hilfe eines Ständers befestigt werden. Zusätzlich kann man den Sonnenschirm noch mit einem zusätzlichen Schirmdachstabilisator (siehe Infos unten) windfest machen.

Die Bodenhülse zum einbetonieren oder eine Ankerplatte zum Aufdübeln ist grundsätzlicher stabiler, wenn man diese richtig setzt: Bodenhülsen gibt es für jeden Bodentyp (Pflasterboden, Betonboden etc.) in unterschiedlichen Längen.  Eine Bodenhülse für den windstabilen Sonnenschirm ist auch platzsparender als ein Sonnenschirmständer. Ein Umstellen des Schirms ist bei einer Bodenhülse aber nicht einfach möglich. Arbeitet man ungenau und setzt die Hülse schief in den Boden, steht der Schirm nicht gerade und eine nachträgliche Korrektur ist zeitaufwändig. Wichtig ist auch die Größe des Fundamentes für Ihren Sonnenschirm. Beispielsweise brauchen Sie bei einem 4×6 Meter Mittelmast-Sonnenschirm in einer windexponierten Lage eine Fundamentgröße von 80x80x60cm (Länge x Breite x Tiefe). Gerne beraten wir Sie in Bezug auf Fundamente oder erstellen Ihnen auch ein Fundament.

Möchte man bei der Platzierung des Schirms flexibel bleiben empfiehlt sich ein Sonnenschirmständer. Wichtig ist dabei das Gewicht des Ständers und eine breite Aufstellfläche. Oftmals werden zu kleine oder leichte Schirmständer gewählt. Für einen Ampelschirm / Freiarmschirm mit 3 Meter Durchmesser beispielsweise empfehlen wir Schirmsockel zwischen 80 und 120kg. Auf diese Weise ist der Sonnenschirm relativ windfest verankert. Sonnenschirmständer mit Rollen sind windanfälliger als Ständer die eine komplette Auflagefläche haben. Von Ampelsonnenschirmen auf Dachterassen raten wir grundsätzlich ab. In 90% der Fälle ist das keine gute Lösung.

Für den Terassenunterbau und für Flachdächer gibt es spezielle Lösungen die auch maßangefertigt werden. Wandhalterungen für Wände und abgrenzende Mauern sind ebenfalls möglich.

Besonderheit Schirmdachstabilisator

Ein Schirmdachstabilisator ist eine flexible Stange die an den Diagonalstreben angebracht und mit dem Boden verbunden wird. Dafür müssen dann zusätzliche Ständer oder Bodenhülsen zur Verfügung stehen. Der Schirmdachstabilisator ist die Lösung, wenn Ihr Sonnenschirm auch bei Wind geöffnet bleibt. Oft nutzen Kunden dies bei maritimen Lagen, ungeschützten Terassen oder auf Balkonen und Dachterassen. Schirmdachstabilisatoren können auch nachgerüstet werden. Eingesetzt werden diese Stabilisatoren, wenn man einen windstabilen „Pavillion“ aus seinem Sonnenschirm machen möchte und Seitenplanen für seinen einsetzt.

Windhaube und Winddach bei besonders windstabilen Sonnenschirmen:

Eine angenähte Windhaube liegt auf dem Schirm auf, hebt sich bei Wind und verringert so die Windangriffskräfte. Grundsätzlich haben alle windstabilen Sonnenschirme einen kleinen Windauslass am oberen Mastende. So wird ein Luftstau unterhalb des Sonnenschirmes vermieden.

Das Winddach unterscheidet sich von der Windhaube durch das zusätzliche Gestänge. Es verleiht dem Sonnenschirm eine robuste Optik und macht ihn noch widerstandsfähiger gegen Wind.

Um Schäden am Sonnenschirm zu vermeiden, sollte man bei Wind und Böen den Sonnenschirm schließen. Möglich ist auch die Ausstattung mit einem Windsensor und Motoröffnung. So schließt sich der Sonnenschirm bei zu starkem Wind automatisch. Voraussetzung dafür ist ein Stromanschluss am Aufstellort.Windschäden an Sonnenschirmen fallen nicht unter die Gewährleistung des Sonnenschirmherstellers

In der Regel erhalten Sie mit der Bestellung eines Sonnenschirms eine Schutzhülle, welche Sie bei geschlossenem Schirm stets überziehen sollten – auch dann, wenn Sie das Haus verlassen. So bietet der Schirm eine geringere Angriffsfläche für den Wind.

Ein Schirmdachstabilisator verbindet die Steben mit dem Boden:

Sonnenschirmdachstabilisator